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Ich nutze die letzte Variante mit der internen Umschaltung. Das Haus hängt komplett an dem Backup Ausgang eins SMA Smartenergy 10.0. Mir stehen im Netzparallelbetrieb 14,4 und und im Ersatzstromfall 12 kW zur Verfügung. Ich bin aber Single und kenne die Belastungen der Phasen im Hause. Das ist NICHT Familien tauglich. Hier ein Fön, dort ein Wasserkocher, die Waschmaschine(die auch bei 30^C Wäsche den Heizstab mit 2000 Watt betreibt). Ich habe den Umschalter immer auf Backup stehen. Das Auto lade ich entweder mit 4 kW (ca, 1,3 kW pro Phase) oder mit 2,4 kW im PV Überschuss, weil die Phase sonst unbenutzt ist(bzw. mit dem Heizstab der WP, der nie läuft). Die Küche ist in dem Fall sehr spannend. Bei dem Herd sind die Kochfelder schwer zuzuordnen. Dazu noch eine Heißluft Fritteuse mit 1700 Watt. Kurzum... Das muss man schon wollen. Bei mir funktioniert es sehr gut. Ausfall bei Stromausfall habe ich mit 5 Sekunden eingestellt, damit ich den Ausfall bemerke. Startet automatisch wieder. Rückfall ist Problemlos., Der Umschalter ist WICHTIG. Wenn Wartungsarbeiten am WR Stattfinden (unter Umständen reicht ein Update) oder ein defekt vorliegt ist bei dieser Schaltung das Haus ohne Strom. Guter Beitrag.
Wenn man alles teuer installiert hat, wartet man sehnlich auf den Stromausfall.
Absolut top! Kurz, bündig, auf den Punkt gebracht!
Ihr habt den vorauseilenden/nacheilenden N nicht erwähnt. Es gab ein geniales Produkt von Hager: Den HIM-Schalter. Der hat alle Geräte im Haus gehimmelt. weil er das nicht hatte. Hager hat offiziell bestätigt dass er es hat bis meintechblog es mit dem Osziloskop nachgewiesen hat. Dann gab es eine kostenlose Austauschaktion. Gut dass ihr einen besseren, kleineren, billigeren, korrekten im Shop habt. Ansonsten ist Hager aber gut
Sicher, das Haus immer über den Backup-Ausgang des WR laufen zu lassen ist eine elegante Lösung. Was aber nicht erwähnt wird, ist der hohe Eigenverbrauch dieser Variante. Nach allem was ich weiß, um die 80 Watt, das sind 2 kWh pro Tag, oder 700 kWh p.a.
Man muss sich zu allererst mal im Klaren sein, dass die Vollversorgung eines Einfamilienhauses mit Ersatzstrom im Prinzip das nutzlose Verplempern von wertvollem Batteriespeicher/Diesel/Benzin ist (ich rede jetzt ausschließlich von einem echten Blackout). Die Flausen, dass wirklich ALLES funktionieren muss, hatte ich am Anfang auch im Kopf, aber je tiefer ich ins Thema eingestiegen bin, desto mehr hat sich die Meinung verfestigt: "Weniger ist mehr" Ich habe für unser Haus eine Notstromunterverteilung gebaut, die das tut, was wirklich nötig ist. Sie versorgt die Flüssiggasheizung (Brennstoff ist im Tank auf dem Grundstück vorrätig), Licht und Steckdosen im Heizungskeller, sowie zwei Steckdosen in der Waschküche, wo der Tiefkühler dran hängt. Kurzum: Das Haus bleibt warm und die Lebensmittel verderben nicht. Mehr braucht es (in unserem Fall) nicht.
Man sollte heutzutage generell auf Inselfähig installieren.
Deye finde ich geil mit generator dran.
An dem Umschalter hängt bei uns ein Inselsystem aus 3x Multiplus II 6k5 (18kW Dauerleistung) und ein Fronius Symo mit 8000W. Er macht genau 2 Schaltzyklen pro Jahr.
Victron vergesse?
Wie immer tip top! Das Video hätte ich vor drei Wochen gebraucht als ich in den kompletten Streit mit dem Elektriker geraten bin, weil er einfach nicht verstehen wollte, dass der Umschalter ein Service-Bypass ist und KEIN Ersatzstromumschalter ist. Er hatte es völlig falsch verdrahtet, im schlimmsten Fall wurden sogar BACKUP und GRID meines GoodWe (GW29.9) gebrückt... - deshalb besprecht das wirklich ganz genau vorher mit eurem Elektriker, damit ihr ganz sicher seid, dass ihr beide das gleiche meint. Ich durfte mich am Telefon anpöbeln lassen, dass er das nicht korrigieren würde und dass das ja alles illegal sei wg. Rückstromgefahr etc. pp. Er hatte einfach nicht verstanden, dass der Goodwe intern allpolig trennt und PE+N brückt. Dass seine Verdrahtung nicht mal als Umschalter richtig gewesen wäre konnte ich ihm nur unter Vorlage div. Goodwe-Servicedokumente klar machen. Am Ende hat er alles widerwillig entsprechend der Goodwe-Doku dann doch umverdrahtet und ich bin voll ersatzstromfähig mit allen Hauskreisen (max. 43 A pro Phase bei meinem Modell - habe einen 50er SLS und 25 kWh Speicher). Null Einsicht seinerseits, Entschuldigung Fehlanzeige und mir fehlt noch immer das VDE 0100-600 nach der Zählerschrankerneuerung. Keine Ahnung ob ich das jemals bekommen werde. Man verlasse sich also für diese Ersatzstromthematik nicht auf das Fachwissen kleiner selbstständiger Elektriker, die das im Zweifel noch nie in ihrer Praxis verdrahtet haben, weil es sicher in dieser Größenordnung auch nicht Standard ist. Die geplante Wallbox (11 kW) werde ich aber nicht in den Backupkreis hängen, weil ich die wirklich nicht notstromfähig brauche und die Brücke im WR auch nicht dauerhaft mit der Leistung belasten will. Wichtig: Mir war anfangs auch nicht klar wie wichtig eine automatische Ersatzstromumschaltung für meine Wärmepumpe sein könnte (mit im BACKUP-Pfad). Ich habe eine Monoblock-Außeneinheit ohne spezielle Frost-Notfallventile oder Kältemittel im Wasser (ineffizient), so dass bereits ab 4 h Frost die Gefahr eines Totalschadens der Außeneinheit durch Frosteinwirkung beginnt. Darauf hat mich die Installationsfirma damals auch nicht hingewiesen. Insofern bin ich jetzt ganz froh mit Ersatzstrom zumindest eine minimale Temperatur und Umwälzung durch meinen 25 kWh Speicher auch bei Frost aufrechterhalten zu können. Man beachte außerdem, dass nicht jeder WR im Inselbetrieb die Leistung der Phasen asymmetrisch liefern kann. D.h. insbesondere bei alten Häusern könnten die Phasen unglücklich verteilt sein. Das sollte man zumindest grob überblicken und bei Einbau evtl. die Phasen gleichmäßiger auf die Verbraucher verteilen, so dass nicht viele größere einphasige Verbraucher auf der gleichen Phase hängen. Man achte auch auf sehr alte Großverbraucher. Ich habe noch so einen schönen alten Durchlauferhitzer mit 21 kW (!) und überlege diesen durch ein neueres Modell zu ersetzen, weil der nur volle Leistung ein- oder ausschalten kann.
Wieder sauber und sehr gut erklärt. 🤓👍
Bei dem rein-raus gezoome wird mir schlecht
Das hektische gezoome geht ganz schön auf den Zeiger.
Victron Multiplus 2 5000 48V....
Ein Wechselrichter achtet normalerweise nicht nur auf die Netzfrequenz, sondern auch auf die Spannung. Auch da gibt es Schwellenwerte für Über- oder Unterspannung, wodurch der NA-Schutz ausgelöst wird.
Im professionellen Umfeld ist eine NEA die „Netzersatzanlage“. In vielen Fällen einfach ein großer Diesel. Bei mir zb. 500 kVA. Der kann ca. 60% des Gebäudes versorgen. Die angeschlossenen Geräte vertragen alle einen Ausfall von ca. 30 Sek. und sind nicht sicherheitsrelevant. Die wirkliche Notstromanlage hat nur 150kVA und versorgt alles Sicherheitrelevante (Beleuchtung, Sprinklerpumpe, Zugangsanlage, Alarm- und Videoanlage) sowie die ganze IT. Wichtig ist, dass Abhängigkeit eingehalten wird. Die Kältepumpen *müssen* an der NEA hängen. Sonst produziert die IT Wärme und keiner führt sie ab. Das führt dann auch zu einer Notabschaltung
Und wieder wird das Thema Überspannungsspitze durch Sternpunktverschiebung ignoriert, das viele Geräte im Haus zerstören kann. Von welcher Netzform sprechen wir überhaupt, TN-C-S oder TT? Welche Verbraucher werden geschaltet, sind große iduktive Lasten (z.B. Wärmepumpe) dabei? Allpolige Trennung ist nicht ausreichend. Ausserdem fehlt die Unterscheidung Wirkleistung & Scheinleistung bei der maximalen Leistung, das kann bei induktiven & kapazitiven Lasten einen wesentlichen Unterschied machen.
Bei der internen Umschaltung kann bei leistungsfähigen Anlagen der externe Umschalter theoretisch sogar entfallen. Mit Victron geht sowas. Würde ich aber dennoch immer verbauen, einfach aus dem Grund - geht doch mal was kaputt, ist die Bude dunkel. Mit dem Umschalter hängt man die Bude einfach ans Netz und kann in Ruhe das Problem beseitigen, ohne Stundenlang im dunklen sitzen zu müssen. Ich werds bei mir auch mit Victron Material bewerkstelligen. Da kann ich auch Fremdwechselrichter innerhalb der Insel weiter nutzen. :) PS. Du hast Helligkeitsschwankungen im Video. Vllt ne PWM getaktete Lampe, die sich nicht mit der Kamera verträgt?
Außerordentlich gut erklärt