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Schämen sich für nichts, aber beleidigt von allen
Bei einer solchen Mimosenhaftigkeit würde ich komplett wahnsinnig werden.
Leider schwappt diese schnelle Empörtheit nach Europa.
Ich wäre mit dem Begriff "Freunde" etwas vorsichtiger. Echte Freunde verliert man nicht wegen einer "falschen" oder unglücklichen Bemerkung.
Das sind die Amis, die ganze Welt bombardieren aber bei harmlosen Kommentaren rumheulen.
Was mir in solchen Situationen immer auffällt: Wer am lautesten nach Toleranz ruft, bringt selbst oft am wenigsten davon auf, sobald jemand aus kulturellen Gründen ins Fettnäpfchen tritt.
Sie sind so schnell beleidigt, weil sie in einer vorgeheuchelten Realität leben.
Wie kann man nur so empfindlich auf das Thema Sklaverei reagieren, wenn man selbst Arbeitssklave ist? Die dortigen Arbeitsbedingungen lassen ja keinen anderen Schluss zu.
Wenn man mich nach meiner Herkunft fragt, sehe ich das als willkommenes Gesprächsangebot an. Auf die Aussage 'Du sprichst aber gut deutsch!' antworte ich:'Du aber auch!' 😅
Als gemischt schwarzer Deutscher mit Afroamerikanischem Vater und Deutscher Mutter, bin ich mein Leben lang geschockt wie oft geschichtsverzerrender Schwachsinn bezüglich der schwarzen Hautfarbe in der Bevölkerung akzeptiert wird. Bspw. ist es nur ein Beweis von massivem Bildungsmangel zu glauben, dass das Sklaventum historisch an eine Hautfarbe geknüpft war. Weiße Menschen, Schwarze Menschen, sowie Asiaten, haben sich historisch primar innerhalb ihrer eigenen Etnie versklavt oder wieder freigekauft. Ich selbst habe diese Überempfindlichkeit nie erlernt und lache herzlich bei bspw. Harald Schmidts Robin Hood Parodie. Wer's nicht kennt, muss es jetzt in YouTube sehen.
Hypersensibilität ist eine echte Krankheit geworden und kommt nach und nach ja in unserer Gesellschaft auch an. Das ist nicht gesund wenn man eine gewisse Grundresilienz verliert.
Vor ca 3 Jahren hatte ich einen Vertreter eines deutschen Unternehmens zu Besuch. Ein netter älterer Herr, den ich irgendwann gefragt habe, ob ich ihn nach seiner Abstammung fragen dürfe. Er fühlte sich wohl durch mein Interesse daran geehrt und antwortete voller Stolz " ich bin Perser". Diese Antwort führte zu einem sehr interessanten Gespräch über sein Leben, seine Heimat, die politischen Ereignisse und die ca 4.000jährige Geschichte seines Volkes. Er war bekennender Royalist und lebt hier seit fast 50 Jahren. So geht es eben auch.😉
Es ist sehr interessant, dass das richtige wording immer wichtiger wird, sozialökonomische Zusammenhänge aber gleichzeitig immer weniger gesehen werden. Man darf praktisch 'Arbeitssklave' sein, man darf es aber nicht benennen. Gut für die Sklavenhalter.....😉
Durch Neugier oder Fragen dem Gegenüber eine Form der Bösartigkeit zu unterstellen ist meiner Ansicht nach noch schlimmer. Das zeugt von schlechtem Charakter und einer gesellschaftlichen Unfähigkeit. In gewissen Situationen oder vom Kontaxt abhängig sollte man natürlich etwas behutsam mit seiner Wortwahl sein, aber wenn sich jeder wegen Belanglosigkeiten wie "Wo kommst du her?" aufregt, dann zwingt man die Gesellschaft sich einen unsichtbaren Maulkorb aufzusetzen. Ich wurde gestern auf der Arbeit gefragt, ob ich mir schon was für den kommenden Muttertag überlegt habe. Und meine Antwort war "Nicht wirklich, da ich seit vielen Jahren keine Eltern mehr habe". Dann wird sich natürlich gleich in sämtlichen Arten und Formen entschuldigt aber ich fühle mich dadurch nicht angegriffen. Mir wurde eine Frage gestellt, ich habe geantwortet. Punkt. So funktioniert Kommunikation
Meine Erfahrung war genau umgekehrt. Ich bin Türke, in Berlin geboren und sehe äußerlich eher „deutsch“ aus. Meine taiwanische Frau und ich haben in Offenbach eine Wohnung besichtigt, die wir etwa einen Monat später schließlich auch gekauft haben. Nach der Besichtigung schlug meine Frau vor, noch kurz zum Lidl nebenan zu gehen, um zu sehen, wie die Einkaufsmöglichkeiten in der Umgebung sind, da so etwas unsere Entscheidung ebenfalls beeinflusst hat. Im Lidl habe ich mir eine Packung Nüsse genommen und mich an der Kasse angestellt. Weil ich einer älteren Dame meinen Platz angeboten und sie vorgelassen hatte, kam ich mit einer anderen Frau ins Gespräch, die ebenfalls in der Schlange stand. Ich erzählte ihr, dass wir überlegen, eine Wohnung direkt nebenan zu kaufen, und fragte sie, was sie von der Gegend hält. Ihre Antwort lautete wortwörtlich: „Falls Sie das Geld haben, schauen Sie sich lieber in Frankfurt um. Ich möchte jetzt nicht blöd rüberkommen, aber hier gibt es zu viele Türken.“ Daraufhin sagte ich ihr, dass ich selbst Türke bin, aber verstehe, was sie meint.
Amerikaner werden 10 Jahre alt, danach wachsen sie nur mehr.....
Ich hätte es in den den USA nicht leicht und wahrscheinlich keine oder kaum Freunde. Menschen, welche Beleidigungen völlig an den Haaren herbeiziehen und künstlich konstruieren, möchte ich nicht um mich haben, von solchen Menschen halte ich mich fern. Du sagte das Wort „Bus“ und jemand ist beleidigt, weil ihm vor 10 Jahren dort mal jemand ein Eis auf den Schoß geworfen hat……meiner Meinung nach ein Fall für die Psychiatrie.
Die Amis sind vom Kapitalismus versklavt ... aber man sollte es ihnen nicht sagen, weil es unhöflich ist 😅.
Die Amis sind bei der Gehirnverteilung ordentlich über den Tisch gezogen worden, aber wirklich ganz kräftig!!!
Wir haben damals einen neuen Kollegen bekommen und als Gruppenführer musste ich seinen Namen ins Formular eintragen. Er war ein farbiger junger Mann und ich habe ihn nach seinem Vornamen gefragt. Als Antwort bekam ich Benedikt. (Zu der Zeit war Benedikt der 16. noch Papst.) Habe also einen kleinen Scherz gemacht und meinte: "Was haben die denn im Vatikan gesagt, dass du einfach abgehauen bist und jetzt bei uns arbeitest?" Er grinste und meinte: "Die haben das doch noch gar nicht gemerkt."